Fast jeder Mensch in Europa besitzt Altgold, und damit wird nicht antikes oder historisches Gold aus Zeiten der Inka gemeint. Sondern Altgold ist einfach der Begriff von ihrem persönlichen alten Goldes. Altgold kann in verschiedenster Form vorkommen, sei es in Form von Goldbarren, Goldmünzen, Goldkronen oder anderen Formen.
Auch wenn Gold an bisher rund 19.500 Fundstellen weltweit nachgewiesen wurde, so ist der große Goldrausch aus dem 19. Jahrhundert an der kalifornischen Küste längst vorbei.
Dennoch fördert man heute im 21. Jahrhundert rund 2600 t Gold pro Jahr, das ist hundertmal mehr als noch im 19. Jahrhundert. Nebenbei wird heute in zwei Jahren mehr Gold gefördert, als in den tausend Jahren des Mittelalters zusammen dokumentiert ist. Die Technik entwickelt sich natürlich auch weiter.
Ein Großteil des heute geförderten Goldes wird direkt in Goldschmuck weiter verarbeitet, oder landet als Goldbarren in den großen Nationalbanken hinter dicken Panzertüren. Rund 51% des Goldes sind in Schmuck oder Goldschmuck verarbeitet, das sind fast 79.000 t Gold.
Heute ist es bei Anlegern üblich, ihr Geld in Goldbarren zu den gängigen großen von 10, 20, 50, 100 oder sogar 1.000g mit einem Feingehalt von 999,9% anzulegen. Bei so einem Feingehalt spricht man in der Regel von Gold in seiner reinsten Form, es gibt also kein reineres Gold mehr.
Auch die Sammler haben ihr Altgold entdeckt, und zwar in Form von Goldmünzen. Natürlich diente vor vielen Tausendjahren Gold als Zahlungsmittel, diese Zeiten sind heute im 21. Jahrhundert aber schon lange vorbei.
Die erste geprägte Goldmünze mit einer einheitlichen Größe und einem einheitlichen Wert (Gewicht) wurde im 6. Jahrhundert v. Chr. von dem lydischen König Kroisos hergestellt. Davor hatten die Goldmünzen unterschiedliche Formen und somit natürlich auch ein unterschiedliches Gewicht und Wert.
Wenn man sich einmal den Wert von Gold und Altgold der letzten 10 Jahre anschaut, so wird man sehr schnell feststellen, dass Gold im Wert stetig gestiegen ist. Und nun im 21. Jahrhundert auf einem Rekordhoch steht.
Falls sie also noch Altgold zuhause haben, und mit dem Gedanken spielen es in naher Zukunft zu verkaufen, sollten sie nicht mehr all zulange damit warten. Denn wer weiß schon, wie lange der Goldpreis auf so einem Rekordhoch stehen bleibt.
